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FJØRT

Hauptbühne Post-Hardcore

„Am Ende des Tages wollen wir uns auskotzen‘‘, sagt Sänger Chris über FJØRT.

Dazu hatte das Trio in den letzten Jahren reichlich Gelegenheit. Wurden für das erste Album „D’accord‘‘ noch jede Menge bemühte Vergleiche herangezogen, um die kolossale Soundwelt des Aachener Trios zu erfassen, heißt es kaum zwei Jahre später schlicht und ergreifend: FJØRT klingen nach FJØRT. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, hat in den letzten vier Jahren einen der erstaunlichsten und wichtigsten Werdegänge der deutschen Post-Hardcore-Welt ignoriert. Und wird vom zweiten Album „Kontakt‘‘ eine denkwürdige Lektion in klanggewaltigem Exorzismus erteilt bekommen. Kontakt bedeutet Nähe, direkte Berührung. Auseinandersetzung ohne Umschweife.
Gegründet im Februar 2012 in Aachen, wirbelten Chris (Gitarre, Gesang), David (Bass) und Frank (Drums) schon Ende des Jahres mit einer einzigen 12‘‘ Staub im Untergrund auf. Diese brachiale Aggression war nicht neu. Gepaart mit Melodien jedoch, die zerbrechlich durch dieses Bollwerk aus zerfetzenden Riffs, donnernden Drums und kathartisch-schmerzhaftem Geschrei mäanderten, entstand daraus etwas verstörend Schönes, etwas faszinierend Schmerzhaftes. Ernst gemeinter Emo der Neunziger, Post-Rock-Kosmen, urgewaltige Hardcore-Wucht. FJØRT nahmen sich, was sie brauchten, um ein Genre neu zu erfinden.
Konsequenter, homogener und zielgerichteter detonieren die Stücke direkt in unseren Herzen, entzünden verzerrte Leuchtfeuer, rütteln auf, machen betroffen.

FJØRT sind FJØRT. Und auch wieder nicht. Die Band ist immer noch dieselbe, die vor vier Jahren mit Leidenschaft, Inbrunst und Herzblut an den Start gegangen ist. Längst ist sie aber auch zu einer wichtigen Stimme geworden, ist ein Sprachrohr der Getriebenen, dessen Post-Hardcore-Hymnen auf „Kontakt‘‘ den Soundtrack des Jahres 2016 vorgeben werden. Ein Flächenbrand ist entfacht. Auspusten zwecklos.