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Zugezogen Maskulin

Hauptbühne Hip Hop
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Alles in uns brennt. Alles um uns brennt. Nach den fulminanten EPs von Testo und Grim104, legen Zugezogen Maskulin nun auch wieder als Duo nach. „Alles brennt“ ist der logische nächste Schritt, auf dem unaufhaltsamen Weg nach oben und das erwartete erste richtige Album, nach dem vielbeachteten Debüt von 2011 „Kauft nicht bei Zugezogenen“. Auch als Duo machen Zugezogen Maskulin keine Kompromisse. Weder inhaltlich noch soundtechnisch. Kein Bummtschak dafür mehr Schwingschleifer-Drum and Bass. Kein Hip Hop Memorial Golden Era Traditionalismus dafür Trap direkt ins Gesicht. Synthies bauen Flächen, die brachial aufgebrochen werden und die beiden reiten auf ihren Beats um aufs Publikum loszugehen und dieses mit unangenehmen Wahrheiten zu malträtieren. Lyrisch verästelt und trotzdem ganz nah und echt, wie das verrückte Grinsen des Clowns, der unter der Maske des Ronald McDonald steckt und das man erst erkennt, wenn man ihm diese vom Gesicht reißt.

Im März 2014 nimmt Grand Hotel van Cleef Chef Thees Uhlmann Zugezogen Maskulin mit auf seine Tour, nachdem ihm die „Grim104“-EP zu folgendem Statement veranlasst hat: “Ich feier das nicht. Ich stehe auf dem Deich im Sturm und schmeiße voller Begeisterung Bengalos in den dunklen Fluss und denke, ‘Wow, wer so jung schon so gut Lyrik machen kann, der ist in 20 Jahren immer noch dabei’.” Im Oktober 2014 dann das nächste große Ding. Dieses Mal mit Kraftklub, die sich Zugezogen Maskulin als Support für ihre Clubtour wünschen und so auch für deren ersten Gig auf der Insel in London sorgen. Auf der ausverkauften Tournee spielen Zugezogen Maskulin auch zum ersten Mal neue Tracks des kommenden Albums und reißen ab, was abzureißen geht.

Zugezogen Maskulin gehören schon jetzt zu den schärfsten Beobachtern der innerdeutschen Gesellschaft und liefern das, was Pop-Musik schon immer versprochen und niemals eingehalten hat: Subversion. Mit dem harten Blick auf die eigene Unzulänglichkeit und Verstricktheit im System schaffen Zugezogen Maskulin das, was viele andere noch nicht einmal zu denken wagen: Der Wut eine Stimme zu geben, der Verachtung eine Hymne zu singen und der Liebe ein Denkmal zu setzen.